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Neue Wegführung am Berufsbildungswerk Volmarstein

Neue Wegführung am Berufsbildungswerk Volmarstein

Die Stadt Wetter hat die Zufahrt zu unserem Berufsbildungswerk (BBW) Volmarstein neu geregelt. Im Zuge der Erschließung des Gewerbeparks „Schwelmer Straße“ wird die Straße „Am Grünewald“, die neben dem BBW verläuft, aus beiden Richtungen zur Sackgasse. Hierdurch soll verhindert werden, dass u. a. der LKW-Verkehr diese Straße als Abkürzung in das Industriegebiet benutzt. Die Stadt hat aus diesem Grund einige Meter vor der Einfahrt zum Besucher-Parkplatz eine Schranke errichtet, die ab Montag, 23. Mai 2022, geschlossen werden soll.

Das bedeutet, dass der Parkplatz neben dem Berufsbildungswerk (Parkplatz 2) sowie der Parkplatz hinter dem BBW (Parkplatz 3) nur noch über die Schwelmer Str. / Vordere Heide zu erreichen ist (siehe Foto). Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Menschen mit dem Fahrrad ist neben der Schranke ein Durchgang. Auch die Gärtnerei ist am schnellsten über die beiden Kreisel und die Zufahrt Schwelmer Str. / Vordere Heide zu erreichen. Die Zufahrt zum Parkplatz 1 in der Nähe des Haupteingangs ändert sich nicht.

Bitte beachten: Für das Navigationssystem lautet die Adresse für den großen Parkplatz nun nicht mehr „Am Grünewald 10-12“, sondern nur noch „Am Grünewald“.

Inklusion braucht Demokratie

Inklusion braucht Demokratie

Volmarsteiner Berufsbildungswerk in Berlin

Anlässlich des bundesweiten Netzwerktreffens der Teilnehmendenvertretungen in den deutschen Berufsbildungswerken reiste auch die Teilnehmendenvertretung des BBW Volmarstein nach Berlin. Die Veranstaltung fiel mit dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zusammen und war dadurch auch thematisch geprägt.

Die Teilnehmenden-Vertretungen aus den 51 Berufsbildungswerken machten in vielfältigen Workshops und Diskussionen deutlich, dass Inklusion und Demokratie unbedingt zusammengehören. Dylan Böse und Marlon Munck vom Vorstand der Volmarsteiner Teilnehmenden-Vertretung waren in die Hauptstadt gereist. Begleitet wurden Sie von Andreas Erhardt, Vertrauensmann der Teilnehmenden-Vertretung in Volmarstein und von der Geschäftsbereichsleitung Sabine Riddermann. Gemeinsam mit dem Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel machten sie ihre Forderungen nach Gleichstellung deutlich.

„Es gehört zu den Aufgaben der Berufsbildungswerke, Demokratie zu fördern und ein politisches Bewusstsein zu bilden“, betonte Sabine Riddermann. „Lebens- und Alltagsbewältigung, aber auch die Persönlichkeitskompetenz stehen mit der beruflichen Ausbildung im Mittelpunkt der beruflichen Rehabilitation. Wenn wir Inklusion leben wollen, müssen wir unsere Teilnehmenden befähigen, ihre Interessen zu vertreten, sich einzusetzen und dabei auch für ihre Rechte zu streiten.“

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, machte in seinem Grußwort deutlich, dass für ihn Inklusion und Demokratie unbedingt zusammengehören: „Ohne Inklusion gibt es keine richtige Demokratie“. Die Idee von Teilhabe sei in allen Lebensbereichen wichtig. Beispielhaft nannte er die Teilhabe am Arbeitsmarkt: „Es braucht mehr Anstrengungen auf dem Arbeitsmarkt, damit Menschen mit Behinderungen bessere Jobchancen erhalten. Dazu gehört, dass Unternehmen, die keinen einzigen Menschen mit Behinderung einstellen, durch eine höhere Ausgleichsabgabe stärker in die Pflicht genommen werden.“ Dusel lobte die Arbeit der Teilnehmenden-Vertretungen und appellierte an die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich einzumischen und mitzubestimmen: „Der Einsatz für demokratische Werte ist wichtig.“

Foto:
Am Rande des Netzwerkstreffens der Teilnehmenden-Vertretungen der Berufsbildungswerke in Berlin, wo sich parallel die Leitungen der Berufsbildungswerke zur Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft BBW trafen, entstand das Foto: V.li.: Samuel Breisacher (Vorstand BAG BBW), Tobias Schmidt (Vorsitzender BAG BBW), Dylan Böse (Vorsitzender Teilnehmenden-Vertretung BBW Volmarstein), Andreas Erhardt (Vertrauensmann Teilnehmenden-Vertretung BBW Volmarstein), Marlon Munck (Vorstand Teilnehmenden-Vertretung BBW Volmarstein) und Sabine Riddermann (Geschäftsbereichsleitung BBW Volmarstein)

Menschen im Berufsbildungswerk setzen beeindruckendes Zeichen für den Frieden

Menschen im Berufsbildungswerk setzen beeindruckendes Zeichen für den Frieden

Ein beeindruckendes Zeichen für den Frieden setzten die Menschen des Berufsbildungswerks Volmarstein (BBW) und des Werner-Richard-Berufskollegs. Die jungen Erwachsenen, die Lehrkräfte, Erzieher und Ausbilder bildeten auf dem Sportplatz eine Menschenkette in Form des bekannten „Anti-AKW-Friedenszeichens“. „Trotz unseres Handicaps geht es uns verdammt gut“, sagt Dylan Böse von der Teilnehmendenvertretung. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir selbstbestimmt und in Frieden leben, etwas zu essen haben und ein Dach über dem Kopf.“ Das sind starke Worte eines engagierten 20-jährigen Rollstuhlfahrers.

Die Teilnehmenden-Vertretung des BBW hatte die Aktion gegen den Krieg in der Ukraine angestoßen. „Wir stehen mit gemischten Gefühlen hier und denken an alle, die in der Ukraine ihr Leben lassen – auf beiden Seiten“, so Marlon Munck, der auch eine Ausbildung im BBW absolviert. Bewegt standen alle zusammen. Nach den Botschaften der Teilnehmenden-Vertretung las Schulleiter Christof Hoffmann einen „Brief an ein unbekanntes Kind auf der Flucht“ vor. Abschließend sprachen Internatsleiterin Bianca Schramm und Geschäftsbereichsleiterin Sabine Riddermann ein Friedensgebet.
Fotos

Ein Zeichen für den Frieden

Ein Zeichen für den Frieden

Auch das Berufsbildungswerk setzt ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Vor dem Hauspteingang des BBW sprühten Teilnehmende die Farben der ukrainischen Flagge auf den Asphalt.

Die Idee hatte Anna Hölscher von der Wohngruppe 3. Mitgemacht haben die Mitarbeiter Devine Mahla (Gr. 3), Lisa Hinzmann (Gr. 5) und die Bewohner*innen Fynn Hänisch, Ramon Monien, Niklas Meier und Franja Noack.

Berufsbildungswerk setzt auf Industrie 4.0

Berufsbildungswerk setzt auf Industrie 4.0

Berufsbildungswerk Volmarstein investiert in modernste Fräsmaschine

Bruchteile von Millimetern können den Unterschied zwischen Maßarbeit und Mangelware machen. In der Metalltechnik sind Präzision, Sorgfalt und Fachwissen gefragt. Mit einer neuen CNC-Fräsmaschine setzt das Berufsbildungswerks (BBW) der Ev. Stiftung Volmarstein modernste Ausbildung der Reha-Teilnehmenden. „Das ist Ausbildung 4.0“, betont Ausbilder Jens Voss. 80.000 Euro investierte das BBW in die moderne Ausstattung. „Für die Vermittlung nach der Ausbildung ist es für unsere Teilnehmenden entscheidend, dass sie modern und marktgerecht ausgebildet werden. Und neueste Maschinen sind da ein wichtiger Baustein“, betont Ausbilder Guido Burtscher.

Die neue Fräsmaschine arbeitet computergestützt und bearbeitet dreidimensionale Konturen mit höchster Genauigkeit. Der Hersteller ist der gleiche, der auch bei der SIHK im Einsatz ist. Die Ausbilder des BBW sind im Prüfungsausschuss der Kammer und hatten dort die Fräsmaschine gründlich unter die Lupe genommen. „Es ist ein deutscher Hersteller mit einer Siemens-Steuerung, die auf dem Markt sehr vertreten ist“, erklärt Jens Voss.

An der neuen Maschine werden im Volmarsteiner BBW Zerspanungsmechaniker und Werkzeugmechaniker ausgebildet. Mit den Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen werden hochpräzise Bauteile aus verschiedensten Metallen produziert. „Noch in diesem Jahr bekommen wir eine zweite neue Fräsmaschine“, betont Guido Burtscher. Zurzeit absolvieren 18 junge Menschen mit Förderbedarf ihre Ausbildung im Fachbereich Metalltechnik.

Foto: Ausbilder und Rehabilitanden der Metalltechnik im Berufsbildungswerk Volmarstein freuen sich auf die Arbeit mit der modernen Fräsmaschine.

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