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Ein Top-Ambiente für kreative Köpfe

Ein Top-Ambiente für kreative Köpfe

Im Berufsbildungswerk Volmarstein ist der Fachbereich Druck- und Medientechnik mit großem Aufwand modernisiert worden, Timo Gninke steht in dem großen Maschinenraum und startet die Weiterverarbeitung der neuen Stitchliner Zusammentragmaschine mit einem Fingertipp auf den Bildschirm. Vollautomatisch startet das Zusammentragen, Falzen und Heften der frisch gedruckten Mitarbeiterzeitschrift „Volmarstein Intern“. Der 22-jährige junge Mann ist Auszubildender in der Druck- und Medientechnik. Und wie alle Auszubildenden in der beruflichen Rehamaßnahme hier im Berufsbildungswerk der Stiftung Volmarstein ist er begeistert von den umfangreichen Modernisierungen.

Der Fachbereich Druck- und Medientechnik wurde in den vergangenen zwei Jahren vielfältig weiterentwickelt. Nicht nur die Räumlichkeiten sind neu strukturiert und generalsaniert. Auch in die technische Ausstattung wurde massiv investiert. „Das ist großartig geworden“, sagt Timo Gninke.

Rund eine Million Euro hat die Stiftung in die Modernisierung, allein in den Fachbereich Druck- und Medientechnik, investiert. „Unsere Ausstattung entspricht nun dem neuesten Stand der Technik, die sich äußerst positiv auf die Vermittlungschancen unserer Teilnehmenden in den ersten Arbeitsmarkt auswirken wird“, berichtet Fachbereichsleiter Dietmar Meinbreckse für die Druck- und Medientechnik. Neben einer neuen Digitaldruckmaschine wurde auch ein Vollautomat zur Weiterverarbeitung der Druckerzeugnisse angeschafft. Broschüren, Zeitschriften, Plakate oder Flyer können jetzt nicht nur in kürzerer Zeit und höherer Qualität gedruckt werden. Auch die Weiterverarbeitung wie zusammentragen, falzen und heften wird nun digital gesteuert und funktioniert erheblich schneller. „Unser kompletter Maschinenpark ist jetzt auf dem neuesten Stand. Die Qualität der Ausbildung hat dadurch erheblich gewonnen“, betont Jörg Ittermann, der u.a. angehende Medientechnologen Druck ausbildet. Er prophezeit: „Damit steigen für unsere Auszubildenden die Chancen, einen Praktikumsplatz zu bekommen und später eine Festanstellung auf dem freien Arbeitsmarkt zu finden.“

Die neuen Räumlichkeiten in der Mediengestaltung spiegeln das Flair einer modernen Agentur wider. Ausbilder*innen und Teilnehmende der Reha-Maßnahme können verschiedene Kreativräume für die Mediengestaltung print und digital nutzen. Offen und transparent, aber gleichzeitig voneinander abgetrennt, sind vier Arbeitsgruppen entstanden. Es gibt Räume mit Loungemöbeln und Gruppenräume mit flexiblen Möbeln auf Rollen für die gemeinsame Entwicklung von Projekten. In den großen, lichtdurchfluteten Produktionsräumen sind Druckerei, Buchbinderei, Lettershop und ein Hochregallager zu finden. „Das ist wirklich ein Quantensprung für die Ausbildung“, betont Dietmar Meinbreckse, „im modernsten Ambiente bilden wir den kompletten Arbeitsprozess eines vollstufigen grafischen Betriebes ab: von der Idee über die Gestaltung bis zum Druck, der Weiterverarbeitung und dem Versand.“

Ständig wachsende Anforderungen der Digitalisierung und die Weiterführung einer Rundum-Gebäudesanierung verlangen den Verantwortlichen der Stiftung weitreichende Entscheidungen ab – nicht zuletzt über Investitionen in Millionen-Höhe. „Unser Anspruch ist es, gefragter und fachlich bestens aufgestellter Anbieter von Leistungen der beruflichen Rehabilitation für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung zu sein“, so Geschäftsbereichsleiterin Sabine Riddermann. Zu der bereits investierten Summe werden in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro hinzukommen. (aN)

Buchbinder und Ausbilder Jörg Kunze-Asmussen und zeigt Timo Gninke die Bedienung der neuen Maschinen

Interview mit Timo Gninke. Er ist im 2. Ausbildungsjahr in der Druck- und Medientechnik.

Wie gefällt Ihnen Ihr neuer Arbeitsplatz?
Es macht definitiv mehr Spaß, hier zu arbeiten. Die neuen Räume sind echt schön geworden.

Ist es eine große Umstellung für Sie, an den neuen Maschinen zu arbeiten?
Es war erst mal eine riesige Umstellung. Aber die neuen Maschinen sind viel einfacher und schneller zu bedienen. Das hatte ich schnell raus. Wir steuern jetzt alles digital und mit Touchscreen. Das macht Spaß.

Wie profitieren Sie persönlich von der Modernisierung?
Für mich ist es wichtig, dass ich mit dem neuesten Stand der Technik arbeite. Dadurch habe ich viel größere Chancen, ein gutes Praktikum zu bekommen und nach meiner Ausbildung vielleicht sogar eine Festanstellung.

Drucker und Ausbilder Jörg Ittermann ist begeistert von der neuen digitalen Druckmaschine

Zahlen und Fakten – Fachbereich Druck- und Medientechnik

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